Mein Ziel war es, diese und nächste Woche mit den Teilnehmern meiner Wortkunst- und Buchberatungssitzungen über alte finnische Sprichwörter zu diskutieren. Überlegen Sie, was sie bedeuten und welche Interpretationen daraus gemacht werden können. Leider ist das jetzt nicht möglich, also teile ich die Wortkunst-Session, die ich hier auf meinem Blog geplant habe.
Diverse, egal wie alt und meist aus der Agrargesellschaft stammend, sind Sprichwörter in unserer modernen urbanen Welt immer noch im täglichen Gebrauch. Jeden Tag klingelt die Kanne im Wasserkocher, das Bier steht im Pivo und es ist zehn Uhr, egal wie oft und egal wie betrunken man ist, es lohnt sich eindeutig nicht.
Sprichwörter mögen lustig sein, aber sie sind keine Witze. Dahinter steckt immer ein Gedanke, es sind Aussagen. Das Beste ist, dass immer mehr Sprichwörter entstehen. Sie leben in der Zeit. Meistens handelt es sich dabei um Aktualisierungen bereits bestehender Sprichwörter, es werden aber auch ganz neue erstellt. Es lief nicht wie in Strömsö, wenn man es eilig hat oder am Computer macht, zeichnet man sie mit Kreide. Sprichwörter spiegeln ihre Zeit wider, sie beziehen die Gegenwart ihrer eigenen Zeit mit ein.
Nachfolgend finden Sie einige Beispiele für Sprichwörter und meine eigenen Interpretationen davon. Alle Sprichwörter stammen aus dem Buch Sananlaskut (Proceedings of the Finnish Literature Society 346, 1978).
Barsch Schöner Suppenfisch, Plötze schmeckt gekocht besser.
Jeder von uns hat seine eigenen guten Eigenschaften, die in verschiedenen Situationen zum Vorschein kommen.
Die Ehre des Hundes, die die Schande anderer ist.
Ein Übeltäter, zum Beispiel ein Dieb, verschafft sich in den eigenen Reihen Respekt vor dem, was in den Augen anderer Schande ist.
Wenn ein Spatz in einen Gerstenkopf gerät, wächst daraus eine Krähe.
Das Verhalten einer Person wird unverschämter, wenn sie auch nur ein wenig Macht bekommt.
Es ist ein bisschen wie ein Sperling, der mit einem Falkenmaul zwitschert.
Jemand in großen Schwierigkeiten versucht, seine Probleme zu vertuschen, indem er so tut, als wäre nichts passiert.
Wenn das Schwein Airas Lücke sieht, denke ich, dass sie immer da ist.
Wenn jemand einmal etwas Schlechtes tut, denken andere, dass er immer etwas Schlechtes tun wird.
Das Schwein kann nicht gefressenes Getreide fressen, der Frost ist spät.
Die Dinge müssen rechtzeitig erledigt werden, sonst geht etwas schief.
Es gibt gute Stellen im Kopf dieses Widders.
Auch der schwierigste Mensch hat gute Seiten, auch wenn man es nicht glaubt.
Es ist eine Herde von Büchern, ein Haufen Leute.
Es kann alle Arten von Menschen aufnehmen, und das ist gut so.
Ein Bär ist die Tatze eines Bären.
So sind die Kinder und die Eltern.
Da die Sprechkunstsitzung partizipativ angelegt ist, können Sie Ihre eigenen Interpretationen der oben genannten Sprichwörter entweder an meine unten stehende E-Mail-Adresse senden oder sie auf Sanarkists Twitter oder auf der Facebook-Pinnwand der Stadtbibliothek Imatra kommentieren, wo Ich werde diesen Artikel verlinken.
mika. kahkonen
imatra.fi (mika[dot]kahkonen[at]imatra[dot]fi)
Tel: 020 617 6602