Die Pandemie stellt nun die ganze Gesellschaft auf die Probe, natürlich auch das Projekt Multiliteracy with Word Art. Für die nächsten zwei Wochen hatte ich mir fünf Wortkunst- und Buchberatungs-Gigs gebucht, vier davon wurden bereits abgesagt. Es ist gut so, obwohl es sehr traurig ist. Das Wichtigste ist jetzt jedoch, dass wir unser Bestes tun, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.
Das Wort Kunst- und Buchberatung entsteht nicht von alleine. Es muss vorbereitet werden, es muss geübt werden, es wird bei jedem Gig zu einem noch besseren Muster geschliffen. Dafür muss man viele Bücher lesen. Da die erste Hälfte meines Teils des Projekts Multiliteracies in Sanataiteella trotz der außergewöhnlichen Umstände noch bis Ende April andauert, werde ich den Fokus hier verstärkt auf Social Media verlagern. Ich möchte nicht, dass die nutzlose Arbeit, die ich getan habe, umsonst ist... Also werde ich zum Beispiel diese Woche hier in meinem Blog eine literarische Wortkunst-Session abhalten. Wir werden sehen, wie es läuft.
Die Bibliotheken von Imatra sind zumindest vorerst weiterhin für unsere Kunden geöffnet. Die Hauptbibliothek ist wochentags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, die Ortsbibliotheken sind dank Eigeninitiative täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet. Wenn Sie etwas horten wollten, horten Sie die Lektüre. Lesen, hören, sehen. Und denken Sie an die Online-Angebote der Bibliothek. E-Books, E-Hörbücher, Naxos-Musik- und Buchdienste, Viddla-Filmdienst, Rockway-Musikschule, eMagz-Magazine. All dies kann von zu Hause aus genutzt werden. Wenn Sie noch keinen persönlichen PIN-Code auf Ihrem Bibliotheksausweis haben, fordern Sie jetzt einen in der Bibliothek an. Ohne sie können Sie Online-Dienste nicht nutzen.
Daher hoffe ich als Bibliothekar, dass wir Ruhe bewahren und keine Gerüchte oder gezielte Desinformation verbreiten. Die Journalistin Johanna Vehkoo gibt in ihrem Yle-Artikel (14.3.2020) gute Hinweise, was man bedenken sollte, bevor man zum Beispiel Nachrichten oder Mitteilungen zum Coronavirus in den sozialen Medien verbreitet:
„Allgemein sollten Sie allen Informationen über Nachrichtenthemen, die große Emotionen und möglicherweise Panik hervorrufen, einen maßvollen und kritischen Umgang entgegenstellen. In sozialen Diensten sollte man immer kurz innehalten, bevor man die Information weitergibt.
Stellen Sie sich also bei allen Informationen rund um das Coronavirus oder andere Epidemien diese Fragen:
1) Wer erstellt diese Informationen und mit welcher Expertise?
2) Was sind die Motive des Informationsverbreiters? Profitiert jemand davon?
3) Verursache ich unnötige Panik, wenn ich diesen Inhalt teile?
4) Kann ich die Informationen aus einer anderen Quelle überprüfen, die als zuverlässig bekannt ist?"
Jetzt muss, wenn überhaupt, die ganze Welt in eine Kohle geblasen werden. Jegliche Verfolgung eigener Interessen – finanzieller, politischer etc. – von der Seite dieser Ausnahmesituation ist das Verabscheuungswürdigste, was sein kann und sein kann. Jetzt hat unsere Generation die Möglichkeit zu zeigen, dass wir wissen, wie wir im Bedarfsfall gemeinsam für das Gemeinwohl handeln können. Zeigen wir es.
mika. kahkonen
imatra.fi (mika[dot]kahkonen[at]imatra[dot]fi)
Tel: 020 617 6602